Paria Outdoor Products Recharge XL Isomatte – Review

Seit über einem Jahr ist die Recharge XL Isomatte von Paria Outdoor Products bei mir für Bodenlager im Herbst, Winter und Frühjahr im Einsatz. Nun ist es Zeit für ein Review. Ich habe mir die Isomatte selbst gekauft, sie wurde mir nicht zur Verfügung gestellt. Mein Review ist daher keine Werbung, sondern dient zur Information.

Die Recharge XL ist eine isolierte Luftmatte im mittleren Preissegment. Ich habe damals 75€ auf Amazon bezahlt. Vorweg die technischen Daten:

  • Größe: 193×58,4x10cm (LxBxH, Herstellerangabe)
  • Gewicht: 737g (Herstellerangabe. Nachgewogen 703g, davon 20g für den Packsack mit dem Reparaturset)
  • Packmaß: 20,3×12,7cm (Herstellerangabe)
  • R-Wert: 4,7 (Herstellerangabe)
  • Material: 40 Denier TPU Diamond Rip-Stop Nylon (Herstellerangabe)
  • Isolation: Laminierte 90g/m² Microfaser (Herstellerangabe)
  • Besonderheit: Lebenslange Herstellergarantie auf Herstellungsfehler

Neben der Isomatte ist ein Packsack und ein Reparaturset im Lieferumfang enthalten.

Paria Outdoor Products ist ein US amerikanischer Hersteller für Outdoor Ausrüstung mit Sitz in Colorado. Das Kredo des Herstellers ist es, qualitativ gute Ausrüstung für einen erschwinglichen Preis anzubieten.

Schauen wir uns nun einmal die Isomatte an. Geliefert wird sie in einem Packsack, der wie die Isomatte aus einem Diamond Rip-Stop Nylon besteht und mittels Kordel und Kordelstopper verschlossen wird. Der Packsack ist ausreichend groß dimensioniert um die Matte auch leicht wieder verpacken zu können. Im Packsack befindet sich in einem Tütchen ein Reparaturset mit zwei Flicken. Leider liegt das Tütchen nur lose drin und kann so schnell verloren gehen. Andere Hersteller haben für das Reparaturset eine kleine Tasche in den Packsack genäht. Das wäre hier auch wünschenswert.

Die Recharge XL verfügt über ein einfaches Rückschlagventil. Über dieses lässt sich die Isomatte gut mit einem Pumpsack (dazu gleich mehr) aufpumpen. Auch das Luft heraus lassen geht gut wenn man das Rückschlaggummi mit dem Finger zurück klappt, damit es offen bleibt.

Ein Pumpsack befindet sich nicht im Lieferumfang, kann jedoch bei Paria erworben werden. Ich empfehle dringend die Verwendung eines Pumpsacks! Erstens hat die Isomatte ein sehr großes Volumen, so das man sie kaum mit dem Mund aufgeblasen bekommt und zweitens ist es nicht ratsam in eine Isomatte, die bis unter den Gefrierpunkt benutzt wird, feuchte Atemluft zu pusten. Da dieses Ventil anscheinend diverse Hersteller im unteren bis mittleren Preissegment verwenden, passen auch Pumpsäcke anderer Hersteller. Ich hatte mir zu meiner damaligen Sommer Isomatte von Hikenature den Pumpsack dazu bestellt und dieser passt auch für die Recharge XL.

Aufgepump sieht die Isomatte dann so aus:

Und da sieht man dann auch warum sie XL als Bezeichnung trägt: sie ist zum einen mit 193cm recht lang und zum anderen beeindruckt die Höhe von 10cm. Nur die Breite ist mit 58cm alles andere als XL. Das hat aber seinen Grund: die Matte ist für die Verwendung mit Quilts die um die Matte befestigt werden vorgesehen. Jemand der frei mit Schlafsack unter dem Tarp auf der Matte liegen will und sich im Schlaf viel dreht/bewegt wird mit der Matte eher nicht so gut zurecht kommen, da man schnell mal runter gerutscht ist. Wirklich rutschig ist die Matte allerdings nicht, ich hatte da keine Probleme bisher.

Nun zum Liegekomfort. Ich habe schon auf diversen Isomatten (Luft und Schaumstoff) von diversen Herstellern wie Therm-a-Rest, Exped (Downmat) usw gelegen und ich kann sagen das die Recharge XL die mit Abstand bequemste Isomatte ist auf der ich je gelegen habe!

Der Liegekomfort kommt zum einen von der Dicke der Matte (man braucht sie nicht ganz prall aufpumpen und liegt trotzdem nicht auf den Boden durch) und zum anderen von der Anordnung der Kammern. Diese verlaufen nicht längs wie bei den Exped Matten, sondern quer. So verteilt sich die Luft besser und die Matte passt sich der Person die auf ihr liegt besser an.

Mit zum Liegekomfort zähle ich auch die Geräuschentwicklung. Viele Ultraleicht Isomatten knistern und rascheln mehr oder weniger stark. Die Recharge Xl gehört zu den leiseren Vertretern. Ich empfinde sie als sehr geräuscharm.

Kommen wir nun zur Isolation. Paria gibt einen R-Wert von 4,7 an, das heißt das eine Isolation bis ca -15 Grad gegeben ist. Theoretisch. Denn der R-Wert ist ein theoretischer Wert zur Isolationsfähigkeit von Materialien. In der Praxis sieht das meistens anders aus, so auch bei der Recharge XL. Es kommt natürlich auch immer auf den Untergrund an. Auf nacktem Fels ist es kälter als auf einer dicken Laubschicht. Die tiefste Temperatur bei der ich die Matte benutzt habe lag bei -8 Grad auf Schnee. Da habe ich gemerkt das die Matte wohl so langsam an ihre Grenze kommt. Ich würde daher sagen das bei -10 Grad (auf Schnee) das Komfortlimit erreicht ist. Das ist aber wieder mein subjektives Empfinden. Jemand der Kälteunempfindlicher ist wird die Matte wohl auch bei noch tieferen Temperaturen nutzen können. Ein entsprechender Schlafsack vorausgesetzt.

Nun zur Qualität und Haptik. Für den relativ günstigen Preis liefert Paria hier eine sehr gute Qualität ab. Die Matte ist einwandfrei verarbeitet und wirkt durch das Diamond Rip-Stop sehr hochwertig und robust. Bisher hatte die Matte kein Loch. Allerdings nutze ich auch immer eine dicke Bodenplane von der Bundeswehr als Unterlage.

Fazit: Für ca 75€ (Anfang 2020) bekommt man mit der Recharge XL eine hervorragende Isomatte die sogar für die relativ milden Winter der letzten Jahre taugt. Der Liegekomfort ist einfach überragend gut, ich bin jedes mal sehr entspannt aufgewacht und hatte erholsame Nächte auf der Matte. Einziger Kritikpunkt ist das fehlen einer Verstaumöglichkeit für das Reparaturset. Die geringe Breite der Matte sehe ich nicht als Kritikpunkt, denn sie ist halt speziell für Quilt Nutzer gemacht.

Paria Outdoor Products bietet neben der XL noch weitere Versionen an. Zu finden auf www.pariaoutdoorproducts.com

Bourbon Beans mit Speck und Zwiebeln

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 350-400g weiße Bohnen (die Vorgegarten aus der Dose/dem Glas)
  • ca. 4 EL Tomatenmark
  • 2 EL Ahorn Sirup (es geht auch Zuckerrübensirup)
  • 2 EL brauner Zucker (wenn man es süßer mag)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Öl zum braten
  • ca 100g Bacon (ich nehme fertig gewürfelten)
  • ca 100ml BBQ Soße deiner Wahl
  • ein guter Schuss Bourbon Whisky
  • 250 ml Wasser
  • je einen gestrichenen TL Kreuzkümmel, Pfeffer und Cayennepfeffer
  • Nach Bedarf etwas Salz

Zubereitung:

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und klein schneiden. Zusammen mit den Bacon Würfeln und etwas Öl in einem Topf anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Dann das Tomatenmark hinzu geben, unterrühren und kurz mit braten. Anschließend mit ca 250ml Wasser ablöschen und alles gut verrühren. Dann die abgetropften Bohnen hinzu geben. Ahorn Sirup, brauner Zucker, BBQ Soße, einen guten Schuss Bourbon Whisky und die Gewürze hinzu geben und gut unter rühren. Ohne Deckel so lange köcheln lassen bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Zwischendurch immer wieder gut umrühren damit nichts anbrennt. Gegebenenfalls mit Salz abschmecken.

Und hier noch das Video zum Rezept:

Heute bin ich ein König

Du fragst dich jetzt bestimmt was diese Überschrift zu bedeuten hat, oder? Wer meinen letzten Tourenbericht gelesen hat, der kann es sich schon denken: Ich war wieder im Harz zum Stempel sammeln. Mir fehlten ja noch 5 Stempel für den Harzer Wanderkönig und die wollte ich nun holen.

Es ist Sonntag, früher Morgen. Ich bin früh wach geworden, sitze am Frühstückstisch mit meinem Kaffee und überlege was ich denn heute mache. Mal wieder in den Harz fahren wär doch was! Viele meiner Touren starte ich spontan ohne groß vorher zu planen, so auch diese. Also ab an den PC und in Basecamp geschaut wo mir noch Stempel fehlen. Am besten nicht zu weit weg, denn es ist Ende November und es bleibt schon nicht mehr lange hell. Und es sollten am besten 5 Stempel zu holen sein. Bei Steina (das liegt zwischen Bad Lauterberg und Bad Sachsa) lagen 5 Stempel relativ dicht beisammen. In Basecamp habe ich diese Stempel dann mit einer Route verbunden und heraus kam eine Strecke von 18km. Im Harz kommen dazu natürlich immer einige Höhenmeter, aber für jemanden der regelmäßig wandern geht ist das zu schaffen. Also die Route auf das Handy geladen, den Rucksack gepackt und los gefahren. Leider trödel ich morgens immer etwas und so kam ich erst kurz nach 9 los.

Um halb 11 erreichte ich mein Ziel, einen Wanderparkplatz am Ortsende von Steina. Ich zog meine Wanderschuhe und Gamaschen an und schon ging es los Richtung Norden zum ersten Stempel, Nummer 43. Der war schnell erreicht. Dann wurde es auch schon interessant, denn die Wegeführung von Basecamp ist nicht immer optimal und nicht selten stellt sich heraus, das ein Weg eine schon längst zugewucherte Rückegasse ist. So schien es auch hier, denn anfangs sah es nach Rückegasse aus. Aber ein Stück weiter dann die Erleichterung: es ist ein Single Trail! Er führte als Kammweg weiter Richtung Norden zum zweiten Stempel, Nummer 158. Auf Kammwegen sammeln sich immer die Höhenmeter, so auch hier. Es ging immer wieder hoch und wieder runter. Unterwegs konnte ich noch einen seltsam aussehenden Pilz bestaunen. Wie ich später hörte soll es wohl ein sehr seltenes Exemplar sein. Leider, wie wohl mittlerweile überall im Harz, konnte man auch das Werk des Borkenkäfers „bestaunen“. Die Borke hängt in Fetzen von den toten Fichten. Ein trauriger Anblick.

Ich war schon gut außer Atem als ich den Stempel 158 erreichte. Ab hier ging es weiter auf der Forstautobahn, zwischen meterhohen Fichtenholzstapeln durch, Richtung Stöberhai. Das ist ein 720m hoher Berg wo es den dritten Stempel, Nummer 159 zu holen gab. Dort stand früher eine Abhöranlage der Amerikaner. Die Anlage wurde gesprengt und heute steht auf dem Plateau eine Schutzhütte und ein großer Wegweiser.

Durch die Beseitigung des Totholz hat man unterwegs immer wieder tolle Aussichten. Ab jetzt befinde ich mich auf dem Rückweg. In der Ferne ist eine weitere Abhöhranlage zu sehen. Die wurde nach den Amerikanern wohl vom BND genutzt und befindet sich heute im Besitz der Telekom, soweit ich mich informieren konnte. Diese liegt auf dem Ravensberg. Dort gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit, die aber wegen Corona geschlossen hatte. Vorher gab es aber noch den vierten Stempel, Nummer 161 zu holen.

Es ging weiter Richtung Süden, dem letzten Stempel entgegen. So langsam machten sich die Strecke und die Höhenmeter in den Beinen bemerkbar. Es dämmerte schon als ich die Schutzhütte Phillippsgruß erreichte. Ich verspürte eine innere Zufriedenheit als ich den 50. Stempel, Nummer 220, meinem Stempelheft hinzufügte. Eine weitere Etappe auf dem Weg zum Wander Kaiser ist geschafft!

Der Weg zurück zum Auto führte an einer Stelle als Single Trail in vielen Serpentinen an einem steilen Hang entlang. Eine kleine Entschädigung für die vielen Kilometer auf der Forstautobahn.

Insgasamt waren es 20km, da ich an zwei Stellen einen anderen Weg nehmen musste weil der geplante Weg nicht begehbar/vorhanden war. Ich war etwas über 5 Stunden unterwegs.

Die Tour könnt ihr euch auf Outdooractive anschauen und auch runter laden. Hier der Link:

Steina – Stöberhai – Steina | HWN 43, 158, 159, 161 und 220

Zwiebelsuppe

Zutaten für 2 Personen:

  • 200-250g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • Öl oder Butterschmalz zum braten
  • 1,5 Esslöffel Mehl
  • 250ml trockenen Weißwein
  • gekörnte Gemüsebrühe für 500ml Wasser
  • 500ml Wasser
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und klein schneiden (die Zwiebeln am besten in viertel Ringe). Etwas Öl oder Butterschmalz in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch bei mäßiger Hitze glasig schmoren. Anschließend das Mehl hinzu geben und unter rühren kurz mit schmoren. Mit dem Weißwein ablöschen, die gekörnte Gemüsebrühe und 500ml Wasser hinzu geben. Gut durch rühren und aufkochen lassen. Ca 20 Minuten weiter köcheln lassen und zum Schluss mit Pfeffer und gegebenenfalls Salz abschmecken. Dazu passt Weißbrot.

Die Zubereitung auf der Bushbox ist natürlich optional, macht aber Spaß 😉

Und hier noch das Video zum Rezept:

Es läuft halt nicht immer alles wie geplant…

Das muss man sich immer mal wieder eingestehen. Es ist Anfang September, ich habe gerade Urlaub und die Temperaturen sind wieder auf einem erträglichen Level. Mir stand der Sinn nach Wandern im Harz, 2 bis 3 Tage sollten es sein. Es fehlten nur noch 11 Stempel bis zum Wanderkönig, also schaute ich wo man in der geplanten Zeit möglichst schnell viele Stempel zusammen bekommt. Entlang des Südharz gab es einige Stempel an die man relativ nah mit dem Auto ran kam. Ich plante also quasi einen Roadtrip mit Wanderungen. Insgesamt 24 Stempel hätte ich dabei holen können. Aber es kam anders, dazu später mehr.

Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt erreichte ich das erste Ziel, den Parkplatz „An der Einhornhöhle“. Von dort aus ging es über einen Baumlehrpfad zur Einhornhöhle, wo es den Stempel Nr. 101 zu holen gab. Leider muss man sich vorab anmelden um die Höhle zu besichtigen. Also ging es direkt weiter zur Burgruine Scharzfels, den Stempel Nr. 151 holen. Dort gibt es noch eine intakte Burgmauer die in den Stein gehauen ist, mit Räumen, Durchgängen und Treppen. Und nicht zu vergessen einer tollen Aussicht! Außerdem erfährt man über diverse Tafeln viel über die Geschichte und die Nutzung der Burg. Eine Bewirtung gibt es hier genau so wie an der Einhornhöhle. Etwas von der Burg entfernt steht eine sehr schöne alte Hainbuche und noch etwas weiter der Frauenstein. Das ist ein Rest einer kleineren Burg.

Vom Parkplatz bis zur Einhornhöhle, weiter zur Burg und zurück sind es 4,3km. Das ist auch für Familien zu schaffen, nur mit Kinderwagen wird es schwierig den doch steilen Burgberg hinauf zu kommen. Hier ein paar Impressionen:

Zurück am Parkplatz ging es auch direkt weiter zur nächsten Tour bei Bad Lauterberg. Ich steuerte einen großen Parkplatz zwischen Bad Lauterberg und Kupferhütte an. Von dort aus ging es auf eine 19km lange Tour mit 4 Stempeln. Ich ging in Richtung Kupferhütte und bog am Forsthaus nach Westen ab, um zum Knollenkreuz zu kommen. Dort gab es den Stempel Nr. 152 an der Henschel Köte. Weiter ging es Richtung Norden über den Großentalsköpfe und Bärentalsköpfe in Richtung Großer Knollen. Der Weg verlief über ein langes Stück auf einem Naturpfad und man konnte an einer Stelle bis zum Brocken sehen. Auf dem Großen Knollen gibt es einen Aussichtsturm mit Bewirtung und den Stempel Nr. 150. Ich habe auf einer Bank unterhalb des Berges eine Rast gemacht und oben nur den Stempel geholt. Hatte keine Lust mich für ein Getränk anzustellen und auf den Turm wäre ich auch nicht gegangen wegen meiner Höhenangst auf Gebäuden.

Es war ein sonniger Tag und ich konnte wunderbare Aussichten genießen. Da ich in der Woche unterwegs war, hatte ich meine Ruhe und bin nur wenigen Leuten begegnet. Es ging weiter nach Nordosten zum Goedeckenplatz wo es den Stempel Nr. 153 gibt. Dort habe ich auf einem Baumstamm eine weitere, kurze Rast gemacht und die Sonne genossen. Mit mir ein kleiner Salamander, der auf einmal neben mir saß 🙂

Ab dort war ich auch schon auf dem Rückweg. Ich merkte aber schon das mir die Kilometer und Höhenmeter in den Füßen und Beinen stecken, was sich später noch verschlimmern sollte. Der Weg verlief teilweise auf der Strecke des Baudensteigs und beim Gödeckenkopf habe ich einen Abstecher zur Krummen Lutter gemacht, um mein Wasser auf zu füllen. Dann begann es auch schon schmerzvoll zu werden, denn ich habe für diese Tour bei dem Wetter eine unpassende Kombination aus schweren Lederstiefeln und leichten Socken gewählt. Die Socken waren neu und haben im Stiefel gescheuert, was zu einer Blase an der Ferse geführt hat. Sonst hatte ich nie eine Blase mit den Stiefeln. Was ich zu der Zeit noch nicht wusste, weil ich gar nicht drauf geachtet habe: durch viele Abstecher vom Weg hatte ich zusammen mit der ersten Tour schon 25km und 600 Höhenmeter gesammelt, davon 20km mit 13kg auf dem Rücken. Ich war also dementsprechend erschöpft, aber bis zu meinem gewählten Lagerplatz war es noch gut ein Kilometer. Ein Kilometer der sich als Kilometer der Hölle heraus stellte. Die Hütte die ich auf der Karte ausgemacht habe, lag an einem Kammweg der wohl schon länger nicht mehr genutzt wurde. Aus gutem Grund, es ging hoch und runter und die kurzen Anstiege hatten es in sich. Auch die Hütte wurde augenscheinlich lange nicht mehr besucht. Es gab eine kleine Feuerstelle in der schon kleine Bäume wuchsen und der letzte eingeritzte Eintrag in der Hüttenwand war von 2006.

Aber um so besser, dann habe ich meine Ruhe und muss nicht mit plötzlichen Besuch rechnen. Ich hing meine Hängematte auf und bereitete mir in der Hütte erstmal was zu Essen. Ich halte ja nicht viel von Fertigessen, aber dehydrierte Trekkingnahrung hat ein unschlagbar niedriges Gewicht. Nur sind Trek´n´Eat und Co teuer, also probierte ich Pasta aus der Tüte von Knorr aus. Das habe ich mir in einen Ziplock Beutel umgefüllt, es mit 300ml kochendem Wasser übergossen, vorsichtig umgerührt, den Beutel verschlossen und in meinen DIY Warmhaltebeutel aus einer Windschutzscheibenabdeckung getan. Ich habe es 20 Minuten ziehen lassen und in der Zeit meinen Underquilt angebracht und alles für die Nacht vorbereitet. Auch war ich froh mal die Schuhe und Socken aus zu ziehen. Mir war dann auch klar das die Tour für mich zu Ende ist. Ich hatte kein Blasenpflaster in meinem Erste Hilfekit und wenn die Blase auf der nächsten Tour aufgegangen wäre, hätte ich schlechte Karten gehabt. Ich schaufelte mir die Nudeln mit Käsesoße rein, nahm eine Magnesiumtablette und schaute mir den dicken Forstmeister an. Das ist ein uralter Ahorn mit einem imposanten Stammdurchmesser von bestimmt 1,5m. Aber von dem Baum war nur noch die Hälfte da, irgendwann muss in ihm ein Blitz eingeschlagen sein. Dem Baum ging es augenscheinlich gut, die übrig gebliebene Krone war voll mit Blättern. Unglaublich was so ein Baum weg stecken kann.

Die Nacht brach herein und ich schlummerte schon lange in meiner Hängematte, als ich durch ein Röhren wach wurde. Ein Hirsch! Sowas habe ich zuletzt vor fast 20 Jahren bei einer Tour mit den Pfadfindern bei Wildemann gehört. Richtig cool! In der Gegend in der ich wohne gibt es keine Hirsche.

Ich schlief relativ lange, wachte erst kurz vor 8 auf. Mit dem letzten Rest in meiner Gaskartusche machte ich mir einen grünen Tee, packte dann meine Sachen zusammen und machte mich auf den Weg zurück zum Parkplatz. Unterwegs fand ich dann auch noch eine Hirschspur, vielleicht ja die von dem Hirsch aus der vergangenen Nacht. Auf dem Weg lag noch Stempel Nr. 115 am Bismarckturm, den ich noch mit nahm. Insgesamt war ich über 30km unterwegs, habe 650 Höhenmeter und 6 Stempel der Harzer Wandernadel gesammelt.

Ich hoffe, mein Bericht hat dir gefallen. Lass mir doch gern einen Kommentar da!

Amazonas Ultra-Light Underquilt – Review

Heute möchte ich meine Erfahrungen mit dem Amazonas Underquilt aus der Ultra Light Reihe mit euch teilen. Vorweg: ich habe mir den Underquilt selbst gekauft, werde nicht von der Firma Amazonas gesponsort und daher ist mein Review auch keine Werbung für dieses Produkt.

Ich schlafe schon seit einiger Zeit gerne draußen in der Hängematte, allerdings die erste Zeit nur im Sommer mit einem selbst gebastelten Underquilt aus einem Poncholiner. Das ging bis Temperaturen knapp über 10 Grad auch ganz gut. Aber ich wollte meine Hängematte auch bis tiefere Temperaturen nutzen. Zuerst habe ich mich für ein günstiges Model von OneTigris entschieden, genauer den Night Protector Underquilt. Ansich ein toller Underquilt für den Preis, die Temperaturangabe von bis 5 Grad passte unter realen Bedingungen und die allgemeine Verarbeitungsqualität hat mich überrascht. Leider ist der Night Protector Underquilt aufgrund des Schnittes nichts für Leute die diagonal in der Hängematte liegen.

Den Amazonas Underquilt habe ich schon oft bei Outdoor Youtuber/Instagrammer gesehen und die Temperaturangabe von Amazonas, das der Underquilt bis -5 Grad gehen soll, hat mich letztendlich zum Kauf bewogen. Dazu später mehr.

Kommen wir zu den Daten des Underquilts (Herstellerangaben):

  • Maße: ca. 260x120cm
  • Gewicht: ca. 990g (Herstellerangabe), nachgewogen 1000g
  • Material: Füllung: 100 % Hohlfaser (Polyester), 100 % Nylon-Ripstop (210T)
  • Packmaß: ca. 32 x 16,5 x 16,5cm
  • Temperaturbereich: bis -5 Grad (zu dem realen Temperaturbereich komme ich noch…)

Geliefert wird der Underquilt in einem Kompressionssack. Und das ist auch gleich der erste negative Punkt auf meiner Liste: der Packsack ist sehr knapp bemessen, so dass sich der Underquilt nur mit kräftigen stopfen wieder darin verstauen lässt. Sowas nervt mich persönlich sehr, denn morgens möchte ich gemütlich mein Lager abbauen und mich nicht mit einem zu knappen Packsack rum ärgern.

Hat man den Underquilt aus dem Packsack gezerrt, fällt die dünne Füllung auf. Mein erster Gedanke war „Das dünne Ding soll bis -5 Grad gehen?“. Wenn man das Outdoor-Hobby schon ein bisschen länger betreibt, einige Nächte in diversen Kunstfaser Schlafsäcken und auch bei tiefen Temperaturen geschlafen hat, dann kann man anhand des Füllvolumens schon gut einschätzen bis wieviel Grad ein Schlafsack funktioniert. Und die Füllung des Amazonas Underquilt entsprach meinem drei Jahreszeiten Schlafsack, der bis 5 Grad Komfort geht. Da hatte ich schon den leisen Verdacht, das ich wohl einer sehr optimistischen Herstellerangabe auf den Leim gegangen bin.

An der Hängematte montiert (hier eine Amazonas Silk Traveller Thermo), sieht der Underquilt dann so aus:

Im Gegensatz zu meinem DIY Poncholiner-Underquilt und dem von Onetigris, die einfach mit Gummibändern an die Hängemattenaufhängung befestigt werden und direkt und ohne weiteres einstellen passen, hat man bei Amazonas die deutsche Ingenieurskunst raus hängen lassen. (Achtung Ironie!)

Zuerst wird der Underquilt jeweils an den Enden mit einem Gurt an der Hängematte provisorisch befestigt. Das Foto zeigt was gemeint ist:

Nochmal zur Erinnerung: mit meinen beiden vorherigen Underquilts wäre ich an dieser Stelle bereits fertig…

Hat man dies erledigt folgt der nächste Schritt, das anpassen an die Länge der Hängematte. Dafür ist eine Schnur jeweils mittig an den Enden befestigt. Die Schnur hat noch einen Schnurspanner, einen Kordelstopper und einen Karabiner. Die Schnur ist selbst für Hängematten die länger als 3m sind ausreichend lang. Der Karabiner wird entweder an der Schlaufe der Hängematte oder der Aufhängung befestigt und die Länge kann dann über den Schnurspanner und den Kordelstopper eingestellt werden. Das Foto zeigt was gemeint ist:

Man muss nun an beiden Enden den Underquilt so anpassen das er leicht anliegt wenn man in der Hängematte liegt. Und da ist schon der nächste negative Punkt: dadurch das die Schnur mittig angebracht ist, entsteht auch eine gewisse Spannung die man auch merkt. Es drückt dann am Rücken und der Underquilt liegt zu fest an, so dass er nicht mehr richtig isolieren kann. Korrigiert man das nicht indem man die Schnur etwas länger einstellt, so bekommt man schnell einen kalten Rücken/Schulterbereich. Und das Tollste an dieser Konstruktion ist, das man die Einstellung bei der nächsten Übernachtung neu machen kann wenn man sich die Schnur nicht irgendwie fixiert hat. Denn der Schnurspanner und der Kordelstopper verstellen sich gern wieder.

Hat man sich den Underquilt nun so eingestellt das er am Rücken/Schulterbereich richtig anliegt, so merkt man, das der Quilt nun am Hintern nicht anliegt. Jetzt kommt doch noch Gummischnur zum Einsatz! Zum einen kann man in der Mitte an den Seiten mittels Kordelstopper die Seiten zusammen raffen. Das bewirkt, das der Underquilt nun auch am Hintern anliegt. Jedenfalls so gut wie. Wenn das nicht reicht, dann kann man die langen Enden der Gummischnur mittels Karabiner an einer Ridgeline befestigen. Sofern man denn eine Ridgeline hat. Mit einem weiteren Kordelstopper lässt sich die Länge einstellen, so das es den Underquilt näher an den Hintern zieht. Nächster Nerv-Faktor: will man in die Hängematte ein/aus steigen, so muss man jedes mal die Gummischnur von der Ridgeline ausklinken und wieder einklinken. Das Foto zeigt was gemeint ist:

Während dem Anbringen des Underquilts sieht man dann auch die „Qualität“, die man von einem namhaften deutschen Hersteller nicht erwartet hätte: nämlich das es lose Fäden an diversen Stellen gibt und der Gesamteindruck doch eher an ein billiges China Produkt erinnert. Aber selbst das passt nicht, denn der OneTigris Underquilt war dagegen absolut perfekt verarbeitet… Die Fotos zeigen wieder was gemeint ist:

Kommen wir nun zum letzten Teil meines Reviews: passt die Temperaturangabe des Herstellers?

Kurz und knapp: Nein.

Gleich in der ersten Nacht, mit einem Topquilt der bis 0 Grad geht, habe ich so dermaßen gefroren wie noch nie draußen. Laut Handy sollen es 5 Grad gewesen sein. Dazu muss ich allerdings sagen, das ich einen suboptimalen Platz gewählt hatte und voll im Wind hing. Das hat mir schon mal einen Dämpfer gegeben, denn ich hatte gehofft das wenigstens bis 0 Grad drin sind. Nun gut, zweiter Versuch. Laut Handy wieder bei 5 Grad und dieses mal ganz ohne Wind. Und die Kälte kroch von unten wieder durch. Eine fehlerhafte Montage meinerseits schließe ich aus. Bei 5 Grad ist einfach das Komfortlimit erreicht. Das habe ich im nachhinein auch von anderen Leuten gehört. Die -5 Grad die Amazonas angibt und auch nicht genauer als Komfort oder Limit Wert bezeichnet, halte ich für den Extremwert wie bei Schlafsäcken. Also im Grunde eine völlig unbrauchbare Angabe.

Fazit: Aufgrund der umständlichen Montage und letztendlich der enttäuschenden Isolierungsleistung, habe ich mich von dem Underquilt getrennt. Ich würde ihn auch nicht weiter empfehlen, denn für den Preis von 80-90€ bekommt man besseres aus Fern Ost. Welcher Underquilt nun für den Temperaturbereich von 10 bis 0 Grad von mir eingesetzt wird, erfahrt ihr in einem meiner nächsten Reviews.

Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch

Zutaten für 2 Personen:

  • eine Stange Lauch, geputzt
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • 300g Hackfleisch (halb und halb)
  • eine Packung Schmelzkäse (ich nehme am liebsten Kräuterschmelzkäse)
  • etwas Öl
  • 500ml Wasser
  • Gemüsebrühe für 500ml Wasser
  • je einen halben Teelöffel Salz und Pfeffer (am besten weißen Pfeffer)

Zubereitung:

Den Lauch in feine Ringe schneiden, die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Dann etwas Öl in einem Topf erhitzen und das Hackfleisch anbraten bis es krümelig ist. Salz, Pfeffer und das kleingeschnittene Gemüse hinzu geben und ca 5 Minuten mit anbraten.

Dann die Gemüsebrühe und das Wasser hinzu geben und für ca 10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend den Schmelzkäse hinzu geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Wem es zu flüssig ist, der kann es ohne Deckel etwas einreduzieren.

Das Rezept gibt es auch im Videoformat auf meinem YouTube Kanal zu sehen:

Helikon-Tex EDC Pack Cordura – Review

Seit einem Jahr ist das EDC Pack vom polnischen Hersteller Helikon-Tex mein Begleiter auf Wanderungen und sonstigen, kurzen Tagesausflügen. Mit seinen 21 Liter Volumen hat der Rucksack die ideale Größe dafür. Schauen wir ihn uns einmal im Detail an.

Als erstes fällt die große Klettfläche im oberen Teil der Front auf. Diese bietet Platz für den ein oder anderen Patch oder auch für die Kletttaschen, die es als Zubehör für diesen Rucksack gibt. Doch dazu später mehr. Außerdem ist ein Gummizug zum unterklemmen einer Jacke etc vorhanden.

Darunter, sowie an den Seiten, befinden sich Molle bzw PALS Schlaufen. Damit kann man kompatible kleine Taschen außen am Rucksack befestigen und so das Volumen etwas erweitern und für mehr Organisation sorgen.

Etwas weiter oben beginnt dann auch der Reißverschluss zum Hauptfach und der zweite Reißverschluss zum Frontfach. Es handelt sich um leichtgängige Zweiwege Reißverschlüsse von YKK. Diese sind zum Schutz vor leichten Regen mit Cordura abgedeckt. Um die Belastung vom Hauptfachreißverschluss zu nehmen (sollte der Rucksack sehr voll gestopft sein), sind zwei Kompressionsriemen mit Verschlüssen von Woojin vorhanden. Neben dem sehr gut greifbaren Tragegriff sind noch weitere Schlaufen für z.B. Karabiner vorhanden.

Kommen wir zum Tragesystem. Dieses ist einfach gehalten, aber für einen Rucksack dieser Größe völlig ausreichend. Die geformten, mit einem atmunksaktiven Meshgewebe gepolsterten Schultergurte verfügen je über einen D-Ring und eine Schnellabwurfmöglichkeit durch Blitzverschlüsse. Ebenfalls vorhanden ist ein gut einstellbarer Brustgurt mit Zugentlastung. Zwischen den mit breiten Gurtband angenähten Schultergurten, befindet sich die Öffnung für einen Trinkschlauch.

Die Rückenpartie hat zwei, mit Meshgewebe gepolsterte Flächen. Dazwischen befindet sich eine Aussparung, die zum einen für eine bessere Belüftung sorgt und zum anderen Platz für die Wirbelsäule lässt. Das trägt zum angenehmen Tragegefühl bei. Außerdem ist ein abnehmbarer Hüftgurt vorhanden.

Kommen wir nun zum Inneren. Im Hauptfach befindet sich eine Befestigungsmöglichkeit für eine Trinkblase, aber kein extra abgetrenntes Fach dafür. Das ist sehr schade, denn so baumelt die Trinkblase frei herum. Dahinter verbirgt sich unter einer Klettlasche die Rückenplatte aus Kunststoff und ein flacher Aluminiumstab. Dieser lässt sich heraus ziehen und durch biegen individuell an die eigene Rückenform anpassen. Das Hauptfach lässt sich zu zwei Drittel öffnen. Zu sehen ist auch die Beschichtung die den Rucksackinhalt trocken hält (Ich selbst bin mal zwei Stunden im Regen unterwegs gewesen und innen blieb alles trocken). Eine Regenhülle ist nicht vorhanden.

Das flache Frontfach lässt sich ebenfalls zu zwei Drittel öffnen und reicht bis runter zum Boden des Rucksacks. Öffnet man es, sieht man sofort die Besonderheit dieses Rucksacks: die komplette Rückwand besteht aus Klettfläche. Diese ist dazu gedacht, sich mittels der als Zubehör erhältlichen Kletttaschen, seine eigene, individuelle Organisation zu schaffen. Helikon-Tex nennt dieses System „Versatile Insert System“. Auch andere Hersteller wie z.B. Tasmanian Tiger bieten mittlerweile Kletttaschen an.

Kommen wir nun zu den Daten. Der Rucksack besteht aus 500D original Cordura, hat ein Gewicht nach Herstellerangabe von 1090 Gramm und die Maße 31x46x15 cm. Den Rucksack gibt es in den Farben Adaptive Green, Schwarz, Coyote, Oliv Grün, RAL 7013, Shadow Grey, Flecktarn, Multicam, Pencott Wildwood und US Woodland.

Zu beziehen ist das EDC Pack direkt bei Helikon-Tex: >klick<

Fazit: Für ca 50€ erhält man einen sehr robusten und perfekt verarbeiteten Rucksack für Tagesausflüge, Stadt, Schule, Beruf, Urbex, Bushcraft etc. Nach einem Jahr in Benutzung als Rucksack für Wanderungen und Erkundungstouren durchs Unterholz ist dem Rucksack keinerlei Verschleiß an zu sehen. Der einzige Kritikpunkt ist die fehlende Abtrennung für die Trinkblase. Ich nutze zwar keine Trinkblase, aber in meinen anderen Rucksäcken nutze ich dieses Fach gerne für meine Sitzmatte. So kommt die eventuell schmutzige Matte nicht mit dem Rest des Rucksackinhalts in Berührung. Davon abgesehen kann ich den Rucksack definitiv weiter empfehlen.

Den Rucksack habe ich mir selbst gekauft, er wurde mir nicht zur Verfügung gestellt.

Kupilka – Geschirr aus Finnland

Heute möchte ich euch einen besonderen Teller vorstellen. Es handelt sich um einen Teller aus dem Sortiment der finnischen Firma Kupilka. Diese Firma stellt Geschirr für den Outdoor-Einsatz her und bietet ein ganzes Sortiment an. Von Tassen, Tellern, Schüsseln und Besteck ist alles dabei. Doch kommen wir erst einmal zu dem Teller. Auf den ersten Blick sieht er doch aus wie aus einem Stück Holz geschnitzt, oder?

Und auch wenn man ihn sich genauer anschaut, sieht man holzähnliche Strukturen die fühlbar sind.

Bei den Strukturen, die in den hellen Bereichen zu sehen sind, handelt es sich um Holzfasern. Diese werden zusammen mit Polypropen im Verhältnis 50:50 zu einem Verbundmaterial vermischt, geschmolzen und in Formen gegossen. Die Idee dahinter ist, robustes aber umweltfreundlicheres Outdoor-Geschirr herzustellen und den Kunststoffanteil so gering wie möglich zu halten.

Dieses Verbundmaterial ist hitzebeständiger als Plastik und hat eine höhere Nutzungsdauer durch die sehr massive und stabile Ausführung. Außerdem ist es spülmaschinengeeignet und nimmt weder Gerüche noch Feuchtigkeit auf. Sollte doch mal was zu bruch gehen (was ich mir nur schwer vorstellen kann), dann kann das Produkt dem Hersteller zugeschickt werden damit es wieder verwertet wird.

Mein Fazit: Kupilka stellt qualitativ hochwertige Produkte für den Outdoor-Einsatz her. Die Preise erscheinen auf den ersten Blick vielleicht etwas hoch, aber wenn man solch ein Produkt in der Hand hat, relativiert sich der Preis. Die Sachen sind robust und langlebig. Eben nachhaltig und kein Wegwerfartikel.

Zur Kupilka Homepage <- klick

Zum Kupilka Sortiment auf Amazon <- klick

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Lixada Mückenschutzzelt / Mückenshelter

Ich möchte euch mal das Mückenschutzzelt von Lixada vorstellen.

Das Zelt habe ich auf Amazon gekauft und es wurde dank Prime am nächsten Tag geliefert.
Als erstes habe ich es gewogen:

21 Gramm über der Herstellerangabe. Auch das Packmaß fällt mit 20x10cm je einen Zentimeter größer aus als die Herstellerangabe. Aufgebaut hat es eine Länge von 200cm, eine Breite von 65cm und im Kopfbereich eine Höhe von 60cm. Das Raumangebot ist sehr begrenzt, vor allem wenn man eine dicke Luft Isomatte nutzt. Solch eine Matte sollte man dann besser unter das Mückenshelter legen statt hinein. Da das Fußende flach ansteigt kann man nicht die ganze Länge des Shelters nutzen. Ich würde sagen bis ca 180cm Körpergröße wird es gehen.
Kommen wir zum Aufbau: das Zelt wird mit 4 Heringen (diese sind nicht im Lieferumfang enthalten) am Boden fixiert und dann der Kopf- und Fußteil jeweils mittels einer Schnur nach oben gespannt. Diese Schnüre haben am Ende einen Plastik Karabiner, sodass man sie an der Ridgeline oder einer Öse des Tarps befestigen kann. Gespannt werden die Schnüre mittels Kordelstopper, die jeweils am Ende des oben liegenden Reißverschlusses angenäht sind:

Der Einstieg geht, anders als man glauben, mag sehr einfach. Man spannt das Mückennetz nämlich erst nachdem man hinein gestiegen ist! Erst den Fußteil spannen, hinlegen, über Kopf greifen und den Kopfteil spannen. Ebenfalls sollte man das Mückenzelt nicht zu sehr mit den Heringen auf dem Boden spannen, nur so das es nicht verrutschen kann.
Kommen wir zu meinem Fazit:
Für den Preis wird man wohl kaum etwas vergleichbares finden was Gewicht und Packmaß angeht. Auch die Verarbeitung ist überraschend gut, alles ist sauber vernäht. Das Mückennetz ist extrem (!) engmaschig. Da kommt wirklich nichts rein, auch keine Zecken.
Den Einsatzbereich sehe ich ganz klar im Ultralight Trekking auf Grund des geringen Gewichts und Packmaß. Wer sowas für regelmäßige Übernachtungen sucht, der sollte sich doch lieber nach etwas mit mehr Platz umsehen wie z.B. die beiden Mückenshelter von Paria Outdoor:

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