Helikon-Tex EDC Pack Cordura – Review

Seit einem Jahr ist das EDC Pack vom polnischen Hersteller Helikon-Tex mein Begleiter auf Wanderungen und sonstigen, kurzen Tagesausflügen. Mit seinen 21 Liter Volumen hat der Rucksack die ideale Größe dafür. Schauen wir ihn uns einmal im Detail an.

Als erstes fällt die große Klettfläche im oberen Teil der Front auf. Diese bietet Platz für den ein oder anderen Patch oder auch für die Kletttaschen, die es als Zubehör für diesen Rucksack gibt. Doch dazu später mehr. Außerdem ist ein Gummizug zum unterklemmen einer Jacke etc vorhanden.

Darunter, sowie an den Seiten, befinden sich Molle bzw PALS Schlaufen. Damit kann man kompatible kleine Taschen außen am Rucksack befestigen und so das Volumen etwas erweitern und für mehr Organisation sorgen.

Etwas weiter oben beginnt dann auch der Reißverschluss zum Hauptfach und der zweite Reißverschluss zum Frontfach. Es handelt sich um leichtgängige Zweiwege Reißverschlüsse von YKK. Diese sind zum Schutz vor leichten Regen mit Cordura abgedeckt. Um die Belastung vom Hauptfachreißverschluss zu nehmen (sollte der Rucksack sehr voll gestopft sein), sind zwei Kompressionsriemen mit Verschlüssen von Woojin vorhanden. Neben dem sehr gut greifbaren Tragegriff sind noch weitere Schlaufen für z.B. Karabiner vorhanden.

Kommen wir zum Tragesystem. Dieses ist einfach gehalten, aber für einen Rucksack dieser Größe völlig ausreichend. Die geformten, mit einem atmunksaktiven Meshgewebe gepolsterten Schultergurte verfügen je über einen D-Ring und eine Schnellabwurfmöglichkeit durch Blitzverschlüsse. Ebenfalls vorhanden ist ein gut einstellbarer Brustgurt mit Zugentlastung. Zwischen den mit breiten Gurtband angenähten Schultergurten, befindet sich die Öffnung für einen Trinkschlauch.

Die Rückenpartie hat zwei, mit Meshgewebe gepolsterte Flächen. Dazwischen befindet sich eine Aussparung, die zum einen für eine bessere Belüftung sorgt und zum anderen Platz für die Wirbelsäule lässt. Das trägt zum angenehmen Tragegefühl bei. Außerdem ist ein abnehmbarer Hüftgurt vorhanden.

Kommen wir nun zum Inneren. Im Hauptfach befindet sich eine Befestigungsmöglichkeit für eine Trinkblase, aber kein extra abgetrenntes Fach dafür. Das ist sehr schade, denn so baumelt die Trinkblase frei herum. Dahinter verbirgt sich unter einer Klettlasche die Rückenplatte aus Kunststoff und ein flacher Aluminiumstab. Dieser lässt sich heraus ziehen und durch biegen individuell an die eigene Rückenform anpassen. Das Hauptfach lässt sich zu zwei Drittel öffnen. Zu sehen ist auch die Beschichtung die den Rucksackinhalt trocken hält (Ich selbst bin mal zwei Stunden im Regen unterwegs gewesen und innen blieb alles trocken). Eine Regenhülle ist nicht vorhanden.

Das flache Frontfach lässt sich ebenfalls zu zwei Drittel öffnen und reicht bis runter zum Boden des Rucksacks. Öffnet man es, sieht man sofort die Besonderheit dieses Rucksacks: die komplette Rückwand besteht aus Klettfläche. Diese ist dazu gedacht, sich mittels der als Zubehör erhältlichen Kletttaschen, seine eigene, individuelle Organisation zu schaffen. Helikon-Tex nennt dieses System „Versatile Insert System“. Auch andere Hersteller wie z.B. Tasmanian Tiger bieten mittlerweile Kletttaschen an.

Kommen wir nun zu den Daten. Der Rucksack besteht aus 500D original Cordura, hat ein Gewicht nach Herstellerangabe von 1090 Gramm und die Maße 31x46x15 cm. Den Rucksack gibt es in den Farben Adaptive Green, Schwarz, Coyote, Oliv Grün, RAL 7013, Shadow Grey, Flecktarn, Multicam, Pencott Wildwood und US Woodland.

Zu beziehen ist das EDC Pack direkt bei Helikon-Tex: >klick<

Fazit: Für ca 50€ erhält man einen sehr robusten und perfekt verarbeiteten Rucksack für Tagesausflüge, Stadt, Schule, Beruf, Urbex, Bushcraft etc. Nach einem Jahr in Benutzung als Rucksack für Wanderungen und Erkundungstouren durchs Unterholz ist dem Rucksack keinerlei Verschleiß an zu sehen. Der einzige Kritikpunkt ist die fehlende Abtrennung für die Trinkblase. Ich nutze zwar keine Trinkblase, aber in meinen anderen Rucksäcken nutze ich dieses Fach gerne für meine Sitzmatte. So kommt die eventuell schmutzige Matte nicht mit dem Rest des Rucksackinhalts in Berührung. Davon abgesehen kann ich den Rucksack definitiv weiter empfehlen.

Den Rucksack habe ich mir selbst gekauft, er wurde mir nicht zur Verfügung gestellt.

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